22. Juli 2026
Erst neulich habe ich eine größere Datenmenge über das Heimnetz via SFTP auf eine andere Maschine kopiert. Während Linux-Rechner die SFTP-Unterstützung in ihrem Dateimanager eingebaut haben, lässt der Mac das im Finder schmerzlich vermissen und hat auch sonst keine Standard-App an Bord, die das kann.
Ich nehme deshalb immer ein Terminal und tippe eben von Hand (»sftp mein-server« und dann »put -r /pfad/zum/quellordner /pfad/zum/zielordner«). Das geht ziemlich gut und spart weitere Apps, aber enttäuschend ist schon, es nicht im Finder eingebaut zu haben.
Wie auch immer, das Kopieren größerer Datenmengen kommt zum Beispiel vor, wenn ich viele Bilddateien sichern möchte. Die Bilddateien von drei Rollen Film etwa belegen selbst als JPEG in Originalgröße bereits mehr als zweieinhalb Gigabyte. Die zu übertragen dauert eine Weile.
Lässt man die Übertragung laufen, während gerade nichts anderes am Rechner geschieht, schaltet sich aber irgendwann der Ruhezustand ein, gerät in Konflikt mit dem laufenden Kopiervorgang und unterbricht diesen kurzerhand. Irgendwann ist dann auch bald die SFTP-Verbindung unterbrochen.
Um diesen Konflikt zu vermeiden muss der automatische Ruhezustand des Mac deaktiviert werden, was sich beim spontanen Versuch als verzwickter erweist als angenommen.
Freilich führen auch andere Vorgehensweisen zum Ziel, etwa ein Skript, das auf der Zielmaschine ausgeführt wird und die Daten direkt dorthin herunterlädt, entpackt und sichert, z.B. mit wget, unzip, rsync usw. Hier dient der Anwendungsfall aber einfach als Beispiel für die Frage, wie es sich vermeiden lässt, dass der automatische Ruhezustand des Mac einen lange unbeobachtet laufenden Prozess unterbricht.
Wie ich letztlich zum Ziel gelangte habe ich im Beitrag Ruhezustand des Mac deaktivieren aufgeschrieben.
Bild:
Ruhezustand
Tisno, Oktober 2024
Summicon-M 28, Kodak Portra 160
© Ulrich Hilger
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