3. August 2026
Ebenso wie laue Sommerabende ist ein Sommermorgen mit kühler, frischer Luft und angenehm warmen ersten Sonnenstrahlen ein Geschenk. Erst recht in Zeiten des Klimawandels, wo den Rest eines Tages über die Sonne nur noch brennt und eher gemieden werden will.
Früh aufstehen ist dafür die Devise. Nach dem zweiten Cortado aus der Siebträgermaschine ist der Denkapparat morgens richtig klar und liefert ideale Voraussetzungen für einen Sonntagmorgen unter freiem Himmel auf der Terrasse.
Einzig die leichte Brise aus Süd trägt den sonst hier nicht zu hörenden Lärm von Flugzeugen unter Vollschub von der Startbahn West zu uns herüber. Irgendwas ist immer.
Während es uns vorkommt, als sei der Mai mit seiner Zeit erster frischer Erdbeeren von heimischen Feldern gerade erst vorüber gegangen, ist es inzwischen schon August. Juni und Juli sind vergangen wie im Flug. Im Spätsommer sind all die Attraktionen wohliger Sonnenwärme zur Gewohnheit geworden, doch schon bald werden uns herbstliche Vorboten daran erinnern, dass es nicht immer so ist und wir die Kostbarkeit solcher Tage in vollen Zügen genießen müssen, solange es sie gibt.
Wir haben uns noch einiges vorgenommen, daher werden Beiträge im Journal wohl abermals eher nichts werden in nächster Zeit. Auch einen einfachen Journalbeitrag zu schreiben will Raum und Muße haben, die es so dann eine Weile nicht hat. Bald wird die Jahreszeit das von alleine wieder ändern. Und das eine oder andere Projekt findet dann vielleicht auch mal Erwähnung in einem Beitrag. Hier gilt: Erstmal machen, dann schreiben.
Das Solardach ist schon kurz nach Sonnenaufgang bei 2 kW, im Laufe des Morgens werden das bis zu 5 kW werden, je nach Wetter. Selbst erzeugter Strom ist seit März ohne Pause, auch an trüben Tagen, unsere einzige Energiequelle. Bis so ungefähr zum Oktober dann wieder auch dunklere Phasen einsetzen zumindest.
Der kleine E-Corsa beschert uns schon das ganze Jahr über geradezu lächerlich günstige Fahrkosten und hat uns obendrein von der Inflationsrate entkoppelt, die zur Zeit fast ausschließlich vom Spritpreis getrieben ist. Allen Diskussionen zu für und wider E-Mobilität zum Trotz sind hier einfach Fakten geschaffen.
Derweil arbeiten wir noch daran, den Überschuss der PV-Anlage möglichst lückenlos selbst zu verbrauchen und so die Einspeisemenge gegen Null zu drücken, aber das werden wir auch bald haben. Die vollständige Loslösung von der Gasversorgung wird wohl rechtzeitig bis zur nächsten Heizperiode gelingen. Das Projekt Energiewende schreitet voran, Fortsetzung folgt.
Sohn Nummer Eins hat mir kürzlich einen Hinweis auf zellij gegeben, den ich hier gleich mal weitergebe. Total praktisch. Wem vi, nano, ssh, sftp, btop oder mc etwas bedeuten, wird an zellij oder auch an cmux auf dem Mac seine Freude haben.
Vielleicht ein Thema für einen anderen Journalbeitrag ist in diesem Zusammenhang der Fokus auf die Automatisierung bei der Nutzung von Informationstechnologie. Die Frage hier muss lauten: Was kann mir die Maschine abnehmen und wie gehe ich dazu vor?
Eine Fotografie von der Dippemess aus dem vergangenen Jahr begleitet diesen Beitrag für die Rubrik »kirmes« auf den Fotoseiten (menü archiv - themen - kirmes).
Rummelplatzatmosphäre ist ein Thema, dem ich mich wohl nie entziehen kann. Dabei haben belebte Szenerien in solcher Kulisse ebenso ihren Reiz wie - wie hier - das knallige Farbenspiel der vielen Fahrgeschäfte und Buden. Noch heute ist ja auch wieder Mainfest in Frankfurt, ich werde es dieses Mal aber wohl nicht hin schaffen. Dann hoffentlich im nächsten Jahr.
Hach, da gäbe es noch viel zu sagen oder zu schreiben aber das hebe ich für ein anderes Mal auf. Noch einen schönen Spätsommer allerseits!
Bild:
Frankfurt, April 2025
Kodak Portra 400, Summicron-M 28
© Ulrich Hilger
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